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Sri Lanka: Politisches Porträt

07.03.2025 - Artikel

Das Präsidialsystem Sri Lankas (seit 1978) gibt dem direkt vom Volk gewähltem Staatsoberhaupt große Machtfülle (Staats- und Regierungschef, Finanz- und Verteidigungsminister). Diskriminierung und mangelnder gesellschaftlicher Zusammenhalt prägen als Folgen des Bürgerkriegs (1983 – 2009) die Gesellschaft.

2015 bekannte sich Sri Lanka im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (VN) zu nationaler Versöhnung. Das VN-Engagement in Sri Lanka beruht heute auf den im Februar 2021 bzw. Oktober 2022 angenommenen Resolutionen 46/1 und 51/1.

Die Krise unter der Regierung Rajapaksas endete 2022 im Staatsbankrott. Der dann vom Parlament ernannte Präsident Wickremesinghe erreichte eine erste Stabilisierung des Landes. Trotz intensiver Verhandlungen seit 2023 und Unterstützungsprogrammen des IWF werden notwendige Reformen verschleppt. Am 21.09.2024 gewann Dissanayake mit 42% die regulären Präsidentschaftswahlen und löste das Parlament auf. Die Neuwahlen am 14.11.2024 gewann seine linkssozialistische NPP (National People’s Power) mit 61% (159 von 225 Sitzen). Dissanayakes Prioritäten sind Korruptionsbekämpfung und die weitere Stabilisierung.

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Dalada-Maligawa-Tempel, Sri Lanka
Dalada-Maligawa-Tempel, Sri Lanka © picture alliance/DUMONT Bildarchiv
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