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Familienangelegenheiten

Foto eines lachenden Babys

Foto eines lachenden Babys, © www.colourbox.com

20.02.2018 - Artikel

Sri Lanka

Als deutscher Staatsangehöriger benötigen Sie zur rechtswirksamen Eheschließung in

Sri Lanka folgende Unterlagen:

- gültigen Reisepass

- Meldebescheinigung mit Angabe des Familienstands mit englischer Übersetzung

- deutsche Geburtsurkunde mit englischer Übersetzung bzw. internationale Geburtsurkunde

- bei Vorehen: Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde des Ehegatten mit englischer Übersetzung

Ehen müssen in Sri Lanka vor dem Standesbeamten geschlossen bzw. registriert werden.

Es empfiehlt sich frühzeitig Kontakt mit dem örtlich zuständigen Standesamt (Additional District Registrar in Divisional Secretariat) aufzunehmen. Die Zuständigkeit des Standesamts richtet sich nach Ihrem temporären Wohnsitz in Sri Lanka, also z. B. dem Ort der Hotelanlage bzw dem Wohnort eines Verlobten in Sri Lanka. Eine Eheschliessung in der Botschaft ist nicht möglich.

In der Regel wird ein Mindestaufenthalt des künftigen Ehepaars von 4 Tagen im jeweiligen

Amtsbezirk des Standesamts vorausgesetzt. Für die Trauungszeremonie sind zwei Zeugen

erforderlich.

Für weitere Auskünfte zur Eheschließung wenden Sie sich bitte an das Zentrale Standesamt

Sri Lankas (Korrespondenzsprache Englisch oder Singalesisch):

The Registrar General

Central Registrar´s Office

Maligawatte, Colombo 11

Tel.: 00-94(0)11- 232 97 73

Auf Wunsch der Verlobten stellen die sri lankischen Standesämter eine Originalheiratsurkunde sowie eine amtliche englischsprachige Übersetzung aus.

Die Botschaft empfiehlt diese Dokumente nach Rückkehr dem zuständigen Standesbeamten in Deutschland vorzulegen (z. B. zwecks Anlegung eines Familienbuchs, Abgabe von

Namenserklärungen).

Es gibt kein förmliches Verfahren zur Anerkennung ausländischer Eheschließungen. Weitere

Informationen hierzu finden Sie hier:


Das Legalisationsverfahren wird in Sri Lanka nicht angewendet. Sofern vom deutschen Standesamt

gewünscht, kann im Wege der Amtshilfe eine Überprüfung der Heiratsurkunde durch die Botschaft

erfolgen.

Diese Angaben ergeben sich aus den bisherigen Erfahrungen der Botschaft und sind ohne Gewähr



Malediven

Nichtmuslime können auf den Malediven nicht rechtswirksam heiraten.

Von Reiseveranstaltern angebotene Trauzeremonien vor Strandkulisse entfalten daher auch keine Rechtswirkung und sind eher symbolischer Natur für Paare die bereits an einem anderen Ort standesamtlich geheiratet haben. 

Nichterwerb der deutschen Staatsangehörigkeit für im Ausland geborene Kinder deutscher Eltern (§ 4 Abs. 4 Satz 1 i.V.m. Satz 3 Staatsangehörigkeitsgesetz)

Bei Geburt im Ausland erwerben Kinder, deren deutsche Eltern oder deutscher Elternteil nach dem 31.12.1999 im Ausland geboren wurde(n) und zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes ihren / seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben / hat, nicht durch Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn sie durch Geburt eine ausländische Staatsangehörigkeit erwerben.

Nur wenn die Eltern innerhalb eines Jahres nach der Geburt des Kindes beim zuständigen Standesamt in Deutschland oder bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung einen Antrag auf Beurkundung der Geburt des Kindes im Geburtenregister stellen, erwirbt das Kind rückwirkend zum Zeitpunkt seiner Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit.

Beispielfall:

Herr A wird von seiner Firma im Jahr 1999 nach Spanien versetzt. Dort kommt am 01.02.2000 seine Tochter Klara auf die Welt. Die Familie kehrt nach einigen Jahren zurück nach Deutschland. Klara lernt im Jahr 2018 einen US-amerikanischen Staatsangehörigen kennen, mit dem sie in die USA zieht. Dort kommt am 01.01.2020 ihr Sohn zur Welt. Obwohl seine Mutter Deutsche ist, erwirbt er nicht durch Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit, da er durch Geburt in den USA die US-amerikanische Staatsangehörigkeit erwirbt.

Damit das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit erwirbt, müssen Klara oder der Vater des Kindes beim zuständigen Standesamt in Deutschland oder der zuständigen deutschen Auslandsvertretung einen Antrag auf Beurkundung der Geburt ihres Kindes stellen. Wenn der Antrag fristgerecht und vollständig gestellt wird, kann dem Kind auf Antrag ein deutscher Pass ausgestellt werden.

Bitte beachten Sie: Von dieser Regelung können alle Deutschen (Expats und Auswanderer) betroffen sein, die selbst im Ausland geboren wurden und ein Kind im Ausland bekommen, unabhängig vom Grund und der Dauer ihres Auslandsaufenthaltes.

1. Neues auf Scheidungen anwendbares Recht
Am 21.06.2012 ist eine EU-Verordnung („Rom III“) in Kraft getreten, die regelt, welches
Recht im Falle einer Ehescheidung in Fällen mit Auslandsbezug zur Anwendung kommt.
Gerichte in Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien, Lettland, Luxemburg,
Litauen (seit 21.11.2012), Malta, Österreich, Portugal, Rumänien, Spanien, Slowenien und
Ungarn werden Rom III künftig zur Grundlage der Frage machen, welches Recht sie auf
eine Scheidung anwenden. Weitere Länder können folgen. Gerichte in anderen Staaten
werden diese Frage - wie bisher - nach den Regeln ihres eigenen Internationalen Privatrechts
beurteilen.
Angesichts der erhöhten Mobilität der Bürger und der wachsenden Zahl sowohl von bi-
nationalen Ehen wie auch von Menschen mit mehreren Staatsangehörigkeiten will Rom III
einheitliche Regeln schaffen, welches Recht auf eine Scheidung Anwendung findet. Dabei
wird grundsätzlich an den gewöhnlichen Aufenthalt der Ehegatten und nicht mehr primär
an ihre Staatsangehörigkeit angeknüpft.
Rom III will außerdem die Möglichkeit der Rechtswahl stärken. Die Ehegatten können das
auf ihre Scheidung anwendbare Recht selbst bestimmen. Dabei können sie beispielsweise das
Recht des Staates wählen, dessen Staatsangehörigkeit einer der Ehegatten zum Zeitpunkt der
Rechtswahl besitzt. Ist einer der Ehegatten Deutscher, kann also deutsches Recht gewählt
werden.
2. Warum ist es wichtig, diese Verordnung zu kennen?
Haben die Ehegatten keine einvernehmliche Rechtswahl getroffen, unterliegt ihre
Scheidung nun dem Recht des Staates, in dem die Ehegatten zum Zeitpunkt der
Anrufung des Gerichts ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.
Haben sie keinen gemeinsamen gewöhnlichen Aufenthalt mehr, kommt das Recht des Staates
zur Anwendung, in dem die Ehegatten zuletzt ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten, es sei
denn, beide Partner haben den gewöhnlichen Aufenthalt an diesem Ort aufgegeben oder ein
Partner hat dies vor mehr als einem Jahr getan.
Dann kommt das Recht des Staates zum Zuge, dessen Staatsangehörigkeit beide
Ehegatten zum Zeitpunkt der Anrufung des Gerichts besitzen. Haben sie keine gemeinsame
Staatsangehörigkeit, so gilt das Recht des Staates des angerufenen Gerichts.
3. Was bedeutet „anwendbares Scheidungsrecht“?
Der Anwendungsbereich der Rom III–Verordnung umfasst das materielle Scheidungsrecht.
Dazu gehören die Scheidungsvoraussetzungen, wie z.B. eine erforderliche Trennungszeit.
Viele Rechtsordnungen machen zudem das Vorliegen bestimmter Gründe zur
Scheidungsvoraussetzung. Ohne deren Vorliegen wird die Scheidung nicht ausgesprochen. Vermögensrechtliche Folgen der Ehe und Unterhaltspflichten sind hingegen (ebenso wie
etwa die Frage des Namens der Ehegatten, die elterliche Sorge und Erbschaften) aus dem
Wirkungsbereich von Rom III ausgenommen.
Das ausländische Scheidungsrecht wird auch dann angewandt, wenn es nicht das Recht eines
an Rom III teilnehmenden Staats ist. Nur wenn das ausländische Recht eine Ehescheidung gar
nicht vorsieht, oder einem der Ehegatten aufgrund seines Geschlechts keinen
gleichberechtigten Zugang zur Ehescheidung gewährt, ist es nicht anzuwenden, sondern
stattdessen das Recht des Staates des angerufenen Gerichts. Ansonsten kann die Anwendung
einer Vorschrift des anzuwendenden Rechts nur versagt werden, wenn diese Anwendung der
öffentlichen Ordnung (ordre public) des Staates des angerufenen Gerichts widerspricht.
4. Wo ist der gewöhnliche Aufenthalt?
Den gewöhnlichen Aufenthalt hat jemand dort, wo er sich unter Umständen aufhält, die
erkennen lassen, dass er an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend
verweilt. Dies wird anhand der tatsächlichen Verhältnisse ermittelt; dabei wird festgestellt,
wo der Schwerpunkt der sozialen Kontakte zu suchen ist, insbesondere in familiärer und
beruflicher Hinsicht. Als nicht nur vorübergehend gilt stets und von Beginn an ein
beabsichtigter zeitlich zusammenhängender Aufenthalt von mehr als sechs Monaten
Dauer, kurzfristige Unterbrechungen bleiben unberücksichtigt.
Der gewöhnliche Aufenthalt einer Person oder eines Ehepaars kann daher bereits mit dem
Umzug an einen anderen Ort wechseln. Dies gilt für dauerhaft ins Ausland ziehende
Personen, aber auch für solche, die sich nur zeitweise ins Ausland begeben, jedenfalls dann
wenn die Entsendung auf mehr als sechs Monate angelegt ist und der tatsächliche
Daseinsmittelpunkt dorthin verlagert wird.
5. Was ist bei der Rechtswahl zu beachten?
a) zeitlich
Rom III eröffnet die Möglichkeit, durch Vereinbarung das auf die Scheidung anzuwendende
Recht zu bestimmen. Eine solche Rechtswahl kann auch noch unmittelbar vor der Anrufung
des Gerichts und in Deutschland sogar noch im laufenden Verfahren getroffen werden. Es ist
aber ratsam, sie frühzeitig zu treffen.
Eine Rechtswahl, die in einem Ehevertrag vor dem Inkrafttreten von Rom III getroffen wurde,
bleibt wirksam. Allerdings werden Eheverträge zwischen Partnern mit derselben
Staatsangehörigkeit eine solche Wahl regelmäßig nicht enthalten, denn das auf die Scheidung
anwendbare Recht war für diese Partner bisher nicht wählbar. Die (auch bisher mögliche)
Wahl eines Rechts für die güterrechtlichen Wirkungen der Ehe stellt keine Wahl des auf die
Scheidung anwendbaren Rechts im Sinne von Rom III dar.
b) förmlich
Rom III sieht die Schriftform (z.B. am Computer geschrieben, datiert und von beiden
Ehegatten unterschrieben) vor. Haben beide Ehepartner ihren gewöhnlichen Aufenthalt in
einem nicht an Rom III teilnehmenden Staat, ist für die Rechtswahl die Schriftform
ausreichend, auch wenn sie sich vor einem deutschen Gericht scheiden lassen wollen.
Wenn beide Ehegatten aber im Zeitpunkt der Rechtswahl ihren gewöhnlichen Aufenthalt in
einem an Rom III teilnehmenden Staat haben (oder einer in diesem Staat und der andere ineinem nicht an Rom III teilnehmenden Staat) und dieser zusätzliche oder abweichende
Formvorschriften vorsieht, sind die Formvorschriften dieses Staates zwingend einzuhalten.
Deutsche Formvorschriften für die zu treffende Rechtswahlvereinbarung verlangen eine
notarielle Beurkundung. Sie sind (nur dann) zwingend anwendbar, wenn beide Ehegatten
im Zeitpunkt der Rechtswahl ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben oder der
eine dort und der andere in einem nicht teilnehmenden Staat hat. Sie sind eine Option, wenn
ein Ehepartner seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland und der andere in einem
anderen teilnehmenden Staat hat.
6. Wo kann ein Scheidungsverfahren stattfinden?
Einer der Partner kann ein Gericht am gemeinsamen ausländischen Wohnort anrufen. Ein
nach Trennung am ausländischen Wohnort nach Deutschland zurückgekehrter Ehegatte kann
unter bestimmten Voraussetzungen das für seinen neuen deutschen Wohnort örtlich
zuständige deutsche Gericht anrufen. Wenn beide Partner Deutsche sind, können sich auch im
Ausland lebende Ehepaare in Deutschland scheiden lassen (vor dem Amtsgericht Berlin-
Schöneberg), falls sie sich nicht im Ausland scheiden lassen wollen.
7. Besonderheiten in Bezug auf Sri Lanka
In drei der vier in Sri Lanka herrschenden Teilrechtsordnungen ist eine Scheidung sowohl
nach dem Schuld- als auch nach dem Zerrüttungsprinzip möglich. Anders im islamischen
Recht Sri Lankas, welches nur das Schuldprinzip kennt und den Ehemann bei einer Scheidung
bevorzugt. So ist eine Scheidung seitens des Ehemannes ohne Angabe von Gründen möglich,
während die Ehefrau schwerwiegende Beweise für Misshandlungen oder anderes
„ehestörendes“ Verhalten ihres Ehemannes vorbringen muss.
Sollte ein Ehepaar beabsichtigen eine Rechtswahl für den Fall einer Scheidung zu treffen,
kann eine entsprechende Erklärung wirksam vor einem bevollmächtigten Konsularbeamten
der Deutschen Botschaft Colombo abgegeben werden. Denkbar ist die Formulierung: „Für
den Fall der Scheidung unserer Ehe bestimmen wir das deutsche Recht als das auf unsere
Scheidung anwendbare Recht“. Die Gebühr hierfür sind umgerechnet 65,--€ zahlbar in
Landeswährung.
Anmerkung der Botschaft: Die Auskunft zum sri-lankischen Recht erfolgt ohne Gewähr.

I. Alle Antragsteller müssen ihre Antragsunterlagen persönlich in der Visaabteilung der
Botschaft abgeben.
Bitte beachten Sie, dass Sie dafür bei uns einen Termin online buchen müssen.
II. Dem Visaantrag sind folgende Unterlagen als Original oder amtlich beglaubigte Foto-
kopien beizufügen
:
- 1 Antragsformular (bei der Botschaft oder unter www.colombo.diplo.de kosten-
los erhältlich, von beiden Adoptiveltern unterschrieben; falls keine Vorabzu-
stimmung vorliegt, 2 Antragsformulare); das Formular ist auf Deutsch auszu-
füllen
- Zwei Passfotos (heller Hintergrund, Frontalaufnahme)
- Pass des Kindes
- Belehrung nach §54 Nr.6 und §55 AufenthG (bei der Botschaft oder unter
www.colombo.diplo.de erhältlich)
- Pässe der Adoptiveltern mit den sri lankischen Einreisestempeln
- Adoptionsbeschluss des Gerichts (Form No. 4)
- Form No. 2 (Einverständniserklärung der leiblichen Eltern bzw. des Wai-
senhauses)
- Auf der Grundlage des Gerichtsbeschlusses ausgestellte Adoptionsurkunde des
Kindes (Certificate of Adoption)
- Bescheinigung der sri-lankischen Zentralbehörde zur Konformität der Adoption
entsprechend dem Haager Adoptionsübereinkommen (Certificate of Confirmity
of Intercountry Adoption)
- Vorabzustimmung der Ausländerbehörde falls vorhanden
- ggfls.: Schreiben des Department of Probation and Child Care Services an die
potentiellen Adoptiveltern (Information darüber, dass ein Adoptivkind zur Ver-
fügung steht)
Alle sri-lankischen Urkunden sind jeweils im Original mit deutscher Übersetzung
sowie mit Überbeglaubigungsvermerk des Außenministeriums und jeweils einer
Kopie vorzulegen. Die Originale werden dem Antragsteller nach erfolgter Visaer-
teilung ausgehändigt und sind von diesem auf der Reise mitzuführen.
In Einzelfällen kann die Vorlage weiterer Dokumente erforderlich sein.
III. Bearbeitungsdauer
Sofern eine Vorabzustimmung vorliegt, kann das Visum in der Regel noch am gleichen Tag abgeholt werden. Wenn keine Vorabzustimmung vorliegt muss mit einer mehrwöchigen bis mehrmonatigen Bearbeitungszeit gerechnet werden, da im Verfahren Behörden in Deutschland zu beteiligen sind.

IV. Gebühren
Der Antrag ist gebührenfrei.

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