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Neue und nachhaltige Einkommensquellen in ländlichen Gebieten

12.12.2018 - Artikel
Botschafter Rohde beim Besuch der Rajarata Janasahana Foundation
Herr Rohde erhält eine Flasche weißes Kokosnussöl© Botschaft

Seit Ende des Konfliktes im Jahr 2009 kann Sri Lanka ein beachtliches wirtschaftliches Wachstum verzeichnen. Dieses Wachstum ist jedoch nicht gleichmäßig verteilt. Nahezu 90 % der als arm zu bezeichnenden Bevölkerung lebt in ländlichen Gebieten. Viele leben von der Landwirtschaft und können daraus kaum ein solides Einkommen bestreiten. Hinzu kommt eine erhebliche Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen und Frauen. 7,4 % der weiblichen Bevölkerung ist arbeitslos, während die Arbeitslosenquote bei Männern nur bei 2,9 % liegt. Mit 21,8 % ist die Jugendarbeitslosenquote die höchste unter allen Altersgruppen.

In Rajanganaya, einem kleinen Bauerndorf im Distrikt von Anuradhapura findet die arme ländliche Bevölkerung durch die Rajarata Janasahana Foundation Unterstützung. Das Dorf besteht aus 224 Bauernfamilien, jeweils mit einem bis zwei Kindern. Die älteren Kinder und vor allem die Mädchen haben nach der Schule oft kaum Berufsaussichten und bleiben zu Hause. Im Jahr 2017 hat die Deutsche Botschaft das „Project of  production and selling White Coconut Oil from the clean, dry copra without fake by using simple technical ovens to obtain sustainable income generate for low income farming women who lived in Rajanganaya in Anuradhapura“ der Rajarata Janasahana Foundation

Botschafter Rohde beim Besuch der Rajarata Janasahana Foundation
Herr Rohde besucht die „Sara Farm“, welche zum Jahresende 2018 fertiggestellt werden soll.© Botschaft

über ein Mikroprojekt unterstützt. Das Projekt zielt darauf ab, die in der Gegend wachsenden Kokosnüsse für die Produktion von weißem Kokoksnussöl nutzbar zu machen. Die Fördersumme, die von der Deutschen Botschaft bereitgestellt wurde, wurde dazu genutzt, fünf Öfen und eine Ölpresse unter den Dorfbewohnern zu verteilen. Auf diese Weise konnte in der Gegend eine neue Geschäftsgrundlage sowie eine neue und solide Einkommensquelle geschaffen werden, von welcher insbesondere die Frauen in der Gemeinschaft profitieren.

Bei seinem Besuch des Dorfes Rajanganaya im November hatte Botschafter Rohde die Gelegenheit, sich von dem Erfolg des Projektes zu überzeugen. Gleichzeitig konnte er sich einen ersten Eindruck von einer bald eröffnenden Farm in einem anderen Teil des Distrikts verschaffen, die ebenfalls mit Mitteln des Mikroprojektfonds der Deutschen Botschaft und mit der Unterstützung der Rajarata Janasahana Foundation errichtet wurde. Das „Project of Milk and Milk Product Project for Empowering Sustainability Among the Low Income Non-Opportunity Women who lived in Janajaya Village and No: 5, Village in Thambuthtegama Divisional Secretariat in Anuradhapura District“ soll die Dorfbewohner ebenfalls mit einer soliden Einkommensquelle ausstatten. Die Fördersumme wurde genutzt, um Kühe zu erwerben, die auf dem Farmland gehalten werden sollen. Ihre Milch soll an Schulkantinen verkauft werden und zu Milchprodukten wie Joghurt und Milchtoffee verarbeitet werden. Auf die humorvolle Bitte des Botschafters hin, sollte eine der Kühe nach seiner Tochter benannt werden, doch letztendlich wurde die ganze Farm nach der Tochter des Botschafters „Sara“  benannt.

Die Deutsche Botschaft wünscht der Rajarata Janasahana Foundation alles Gute für die Vollendung des Projektes.

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